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Beauty | 21.10.2019

Schönheit, die von Dauer ist

Aufstehen und wie frisch geschminkt aussehen. Permanent Make-up erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Aber wie schmerzhaft ist die Behandlung eigentlich und wie langanhaltend das Ergebnis? Zwei Erfahrungsberichte.

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© Shutterstock

Soll ich oder soll ich nicht? Diese Frage haben sich wahrscheinlich schon viele Frauen gestellt, wenn es zum Thema Permanent Make-up kommt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das tägliche Schminken und auch Abschminken wird hinfällig, beim Sport kann man sich noch so anstrengen, aber nichts verschmiert und „frau“ ist immer perfekt geschminkt. Ganz abgesehen von dem Vorzug, dass man sich mit Permanent Make-up optisch jünger „schummeln“ kann. Denn vollere Lippen und ausdrucksstarke Augen lassen einen jünger und frischer aussehen. Lidstriche oben und unten sowie eine Wimpernkranzverdichtung öffnen das Auge optisch.Dasselbe gilt für Lippenkonturen. Durch die zusätzliche Einschattierung der Lippen erhalten diese optisch mehr Volumen.

 
Aber wie sieht es nun mit eventuellen Nachteilen aus? Ist die Behandlung schmerzhaft? Und wie lange ist das Permanent Make-up haltbar? Die STEIRERIN fragte nach.

 
Ihre Permanent-Make-up-Premiere feierte vor Kurzem Christa Albrecht-Zeck. „Ich habe schon lange über das Thema Permanent Make-up nachgedacht. Und es jetzt endlich auch ausprobiert.“ Halbe Sachen gab es dabei für die Voitsbergerin nicht. So wurden gleich die Augenbrauen, die Lidstriche sowie die Lippen pigmentiert. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Ich bin wirklich zufrieden. Davor war zum Beispiel der Haarwuchs meiner Augenbrauen nicht mehr ganz so dicht. Diese schauen jetzt wieder dicht aus. Wirklich viel geschminkt habe ich mich prinzipiell nie, aber ich genieße es jetzt sehr, dass ich daran nicht mehr täglich denken muss“, erklärt die ehemalige Ordinations­assistentin. Ihr Umfeld ist jedenfalls angetan. „Alle, die mich sehen, sind begeistert.“ Aber Hand aufs Herz: Wie schmerzhaft war es? „Es ist zum Aushalten. Ich habe vor der Behandlung eine Anästhesiecreme aufgetragen bekommen, daher war es grundsätzlich nicht schmerzlich.“

 
Das kann Inge Umfahrer nur bestätigen.Und sie muss es wissen, ist sie doch schon seit knapp 20 Jahren ein Fan von Permanent Make-up. „Die Qualität der Behandlung hat sich über die Jahre natürlich ex­trem verbessert – von der Ausbildung bis zu den Methoden. Meist ist man gleich nach der Behandlung schon wieder gesellschaftsfähig.“ Wurde früher immer nur der Lidstrich pigmentiert, hat sich die Vasoldsbergerin vor zwei Jahren auch die Augenbrauen sowie die Lippenkonturen machen lassen. „Man sieht einfach konstant frisch aus. Und auch beim Schwimmen verwischt nichts“, resümiert die gelernte Drogistin.

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Inge Umfahrer © beigestellt

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Christa Albrecht-Zeck © beigestellt

Permanent Make-up bietet also viele Vorteile.Mit der steigenden Beliebtheit steigt auch das Angebot. Gibt es einen Tipp, wie man ein gutes Studio dafür findet? „Die individuelle Beratung vorab finde ich sehr wichtig. Nimmt man sich viel Zeit? Man sollte sich das Ganze gut anschauen, man trägt das Permanent Make-up doch eine lange Zeit“, rät Inge Umfahrer. „Ich habe mir viele Vorher-Nachher-­Fotos der Studios angeschaut. Da waren oft total übertriebene und unnatürliche Ergebnisse dabei. Zum Beispiel die klassischen Balken statt Augenbrauen. Mir war es wichtig, dass so gearbeitet wird, dass das Ergebnis natürlich wirkt. Mundpropaganda ist bei der Suche nach dem richtigen Studio immer ein guter Tipp“, ergänzt Christa Albrecht-Zeck.

 
Weitere Vorteile

Das beliebte Beauty-­Tool kann aber noch viel mehr, als schöne Schminkkonturen zu zaubern. Gerade im medizinischen Bereich hilft Permanent Make-up, körperliche Veränderungen nach Krebserkrankungen oder Unfällen zu kaschieren. Gerade für Frauen ist der Haarverlust oft eine besonders große psychologische Belastung. So hat das Imitieren von Augenbrauen oder das Betonen von Augen durch einen Lidstrich in manchen Fällen eine nicht zu unterschätzende psychologische Wirkung, indem es das Selbstvertrauen steigert. Brustkrebspatientinnen, denen der Busen abgenommen und mit eigener Haut wieder aufgebaut werden musste, leiden oft darunter, keine Brustwarze und keinen Vorhof mehr zu haben. Mit Permanent Make-up kann das natürliche Aussehen einer Brustwarze nachempfunden werden. Und auch bei Alopecia (Haarausfall) und zur Narbenretuschierung, zum Beispiel nach einem Unfall, nach operativen Eingriffen oder bei Verbrennungen, kann Permanent Make-up zum Einsatz kommen. So ist es beispielsweise möglich, nicht behaarte Stellen am Kopf zu pigmentieren und so für ein farblich einheitlicheres Bild zu sorgen.