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Beauty | 29.05.2019

Wein für die Haut

Luise Köfer schöpft aus dem Vollen der Traditionellen Europäischen Medizin. Ihre Naturkosmetiklinie Vinoble nutzt die wertvollen Wirkstoffe der Traube.

Bild 1805_ST_LE_TEM_Koefer.jpg
© beigestellt

STEIRERIN: Frau Köfer, Traubenkerne zählen ja als heimisches Pflanzenprodukt auch zur TEM. Wie und wann sind Sie darauf gekommen, sie für Ihre Linie zu verwenden?
Luise Köfer: Ich bin in der wunderschönen Weinregion Kitzeck im Sausal aufgewachsen. Als ich dann im Jahr 1998 mein Day Spa in Leibnitz eröffnete, bemerkte ich, dass meine Kundinnen sich Produkte wünschten, die schnell sichtbare Ergebnisse lieferten, jedoch gleichzeitig natürlich und frei von bedenklichen Inhaltsstoffen sind. Natürliche Kosmetik war damals noch nicht weit verbreitet. Und das, was es am Markt gab, wurde den hohen Ansprüchen, die an eine Spa-Kosmetik gestellt werden, nicht gerecht. Ich begann mich mit den Wirkstoffen der Traube zu beschäftigen und habe dann gemeinsam mit einem Team aus Experten meine erste Produktlinie auf Basis der Traube sowie darauf abgestimmte Vinotherapie-Behandlungen entwickelt. Daraus hat sich dann Vinoble Cosmetics entwickelt.

Warum haben bei Ihnen Naturprodukte Vorrang gegenüber chemischen Substanzen?
Aufgrund ihrer natürlichen Wirksamkeit. Ein Beispiel: Viele herkömmliche Kosmetik-Produkte verwenden Silikone, die aus Erdöl gewonnen werden, um eine geschmeidige Konsistenz zu erzielen. Silikone haben jedoch keinerlei pflegende Wirkung. Zusätzlich ist der Einsatz von Silikon für die Umwelt höchst bedenklich. Hochwertige pflanzliche Öle, wie das Traubenkernöl, das wir bei Vinoble als Basis für unsere Pflegeprodukte einsetzen, ist reich an wertvollen Fettsäuren und Antioxidantien. Es pflegt und schützt die Haut auf natürliche Art, hat also einen positiven Effekt auf die Hautgesundheit.

Was können Kräuteressenzen, Extrakte oder Öle auf der Haut bewirken bzw. dem Alterungsprozess der Haut entgegenwirken?
Jede Pflanze hat ihre besonderen Eigenschaften. So macht sich die Vinotherapie, die ja Teil der TEM ist, beispielsweise die Wirkstoffe des Rebstocks und der Traube zunutze. Nennenswert ist hier vor allem das OPC, das als eines der stärksten heimischen Antioxidantien gilt. Als solches schützt es die Haut vor frühzeitiger, umweltbedingter Haut-alterung. Auch das Resveratrol, das aus der Weinrebe gewonnen wird, schützt die Haut gegen Umwelteinflüsse. Zusätzlich füllt es Fältchen auf und sorgt für ein pralles, jugendliches Erscheinungsbild.

Warum braucht es dann überhaupt noch chemische Zusatzstoffe?
Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, festzustellen, dass nicht alles, was aus dem Labor kommt, schlecht ist, und nicht alles, was die Natur hervorbringt, unbedenklich ist. Manche synthetisch im Labor hergestellten Wirkstoffe haben eine hervorragende Wirkung und sind als absolut unbedenklich einzustufen. Auch was das Allergiepotenzial betrifft, sind synthetische Inhaltsstoffe manchmal zu bevorzugen. Es gilt auch hier, sich das Für und Wider genau anzusehen.

Haben Sie persönlich eine TEM-„Lieblingspflanze“ oder ein TEM-„Wundermittel“?
Ich liebe Lavendel und trinke sehr gerne eine Tasse Lavendeltee. Schon Hildegard von Bingen und Paracelsus waren von der Wirkkraft des Lavendels überzeugt. Lavendel wirkt beruhigend und entspannt nach einem langen Arbeitstag.